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Symposium: "Stille" 8.- 10. Juni 2017 jeweils ab 16 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

CHRISTIAN EISENBERGER

O. T., 2007, 220x120 cm, foto (c) Gustav Schörghofer

Christian Eisenberger wurde 1978 in Graz geboren. Er arbeitet mit Zucker, Eis und Eisen, mit Spinnweben und Wespennesten, mit Feuer, Farbe und mit Wasser, mit Leinwand und Papier. Seine Kunst ist der unmittelbare Ausdruck seiner körperlichen Gegenwart.

Die Präzision des Beiläufigen

Christian Eisenberger setzt starke Zeichen

"Geben Sie ihm irgendetwas, er macht Kunst daraus!" Christian Eisenberger kann das. Sein großes Atelier wirkt wie eine mit Abfall und Gerümpel gefüllte Halle, immer wieder etwas dazwischen, das an Malerei oder Skulptur erinnert. Bekannt geworden ist er vor Jahren durch Figuren aus bemaltem Verpackungskarton, die auf Straßen und Plätzen über Nacht aufgetaucht sind. Tausende dieser Figuren hat Christian Eisenberger verteilt. Nach und nach sind Sammler auf sie aufmerksam geworden.
Wer genauer hinsieht und sich etwas Zeit lässt für diese scheinbar aus allen Fugen geratene Kunstwelt, der entdeckt einen Künstler mit scharfem Sinn für die Form und einer erstaunlichen Bildkraft. Christian Eisenberger kann Gestalten und Bilder schaffen, die befremden, erschüttern, verärgern, erfreuen. Gleichgültig lässt einen diese Bildwelt nicht. Viele der Arbeiten sind Resonanzen, Nachhall vorhandener Kunst. Nichts ist auf Dauer angelegt, alles wird einem Prozess der Verwandlung, des Vergehens unterworfen. Christian Eisenberger ist ein harter Arbeiter. Doch er bezeugt mit seinem Werk die Vergeblichkeit allen Tuns. In seinen Werken schwingt aber auch die Erinnerung an etwas mit, das es im Jenseits der Vergeblichkeit zu erreichen gibt. Mit seiner Kunst gibt Christian Eisenberger zu erkennen, dass er selber nicht das letzte Wort hat. Die staunenswerte und immer neu zu entdeckende Schönheit seiner Arbeiten weist über sein Tun hinaus.
Die zweiflügelige Tür stammt aus einer Wiener Wohnung, einer jener alten Wohnungen mit großen Räumen und weiten Türöffnungen. Vielleicht ist sie einer Renovierung zum Opfer gefallen. Christian Eisenberger hat beinahe Dreiviertel der Tür so weggeschnitten, dass ein Kreuz auf einer Art Sockel entstanden ist. Die Schnitte sind präzise gesetzt. Der Rhythmus der Flächen, die Verteilung von Leere und übriggelassenem Material, das Zusammenspiel von Flächen und Profilen, all das zeigt, wie klar und bewusst hier gestaltet worden ist. In der Beziehung zum Kreuz bekommt die Tür eine eigene Bedeutung. Das Wort Jesu "Ich bin die Tür ….." (Joh 10,7) und noch vieles andere schwingt mit.
Gustav Schörghofer

 

 

Mit besonderem Dank für die Unterstützung:
Pfarre Lainz-Speising, Kardinal König Haus, Österreichische Provinz der Gesellschaft Jesu,
privaten Förderern.

 

 

 

 

Öffnnungszeiten: auf Anfrage.

 

 

 

 

 

 

 

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